Namenszuwachs Untergrund

München hat wieder eine U-Bahn Station mehr. Diesmal interessiert mich das nicht gar so viel wie das letzte Mal, als mit der U1-Haltestelle Olympia-Einkaufszentrum mein Heimathafen auch endlich ans Netz angehängt wurde, und wohl auch nicht so viel wie das nächste Mal, wenn die U3 bis dorthin verlängert wird.

Was mich leicht wundert ist weder das Warum und Wofür, noch sonstige verkehrstechnische Überlegungen. Was mich wundert ist die Namensgebung.

Ist Olympia-Einkaufszentrum (22 Buchstaben, ein Bindestrich)  schon nur noch mit Mühe auf einen Zugzielanzeiger zu bekommen (die Karte an der Wand in den U-Bahnhöfen kürzt konsequent auf OEZ ab), so macht das noch drei Buchstaben längere Garching-Forschungszentrum erst recht einen gedrängten Eindruck.

Schwanthalerhöhe - immerhin bloß 16 BuchstabenWo soll das noch hinführen? Wieviel Zentren sind noch ans Untergrundnetz anzuschließen? Gibt es bei 25 Buchstaben/ Station langsam eine Umkehr, oder sind bald Pariser Verhältnisse zu erwarten, wo einem Wortungetüme wie “Villejuif – Paul Vaillant-Couturier” entgegenschildern?

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