Dinge gebacken kriegen

Ein Herr David Allen macht schon seit einer Weile von sich reden mit seiner “GTD” (“Getting Things Done”) Methode des Sich-selbst-Organisierens.

Das gesamte Web (wahlweise auch 2.0) scheint sich daran aufzuhängen. Merlin Mann hat scheins viel zu viele Ordner und schmeißt sie deswegen samt Produktivitätsanweisungen aufs Netz. Erst kürzlich erhielt meine nun komplett in die deutsche Corporate Culture absorbierte Freundin als Zeichen Ihrer verantwortungsvollen Position einen sündhaft teuren Timer samt Gebrauchsanweisung für die Löhn-Methode.

Egal wohin man schaut, es gilt organisiert zu sein. Mit oder ohne Papier, Timer, Rolodex und PDA. Und irgendwie schwimmt man da mit. Aber: Es scheint alles doch darauf hinauszulaufen, dass Mensch sich selbst austrickst.

Hilft das?

Ich meine, und hier wird’s jetzt gefühlt und gewollt persönlich: Wenn man sich austricksen muss um etwas zu tun weil man in Gefahr ist es nicht zu tun, wird man dann nicht dann einfach das Sich-Austricksen sein lassen? Oder funktioniert die menschliche Psyche nach anderen Gesetzen? Nach Gesetzen, die einem das unmöglich machen?

Produktivitätssteigerung ist in vielen Fällen ganz simpel durch die Beherzigung schon oft gehörter Ratschläge zu erreichen. Wie etwa, YouTube und MySpace (zum Nutzen des Lesers nicht verlinkt) abzusägen und stattdessen à la WriteRoom und DarkRoom (was die Namensgebung letzterer Applikation betrifft: faszinierend hier mal wieder die Eindeutschung eines englischen Begriffs als Scheinentlehnung die sich gewaschen hat) auf das Wesentliche konzentriert vor sich hin zu schreiben. Zumindest wenn man schreibend produktiv sein will, wie in meinem Falle.

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