200

Simpel: Wenn uns keiner lobt, dann loben wir uns eben selbst!

200 Posts hat Leben… oder so nun. Gut, viel ist das nicht. Andere haben in der Zeit weitaus mehr geschafft. Aber nichts ist das auch nicht.

Zeit, die sträflich vernachlässigte Zurückblickerei beim 100. Eintrag, und zu allen drei Geburtstagen abzustrafen und einmal in bester Günther-Jauch-Manier die Vergangenheit Revue passieren zu lassen.

Am 30. Juni 2003 bloggte das junge Blog das erste Mal. Noch ganz Douglas-Adams Epigon schrieb ich in Life, the Universe and Everything (ein temporärer Name der wegen internationaler Überbenutzung bald verschwand) über den “Filius von Lybiens Revolucíonstranse Nr. 1” und erfand damit schon das erste von vielen neuen, danach nie wieder verwendeten Worten.

Der Sommer 2003 erlebte ein Geständnis politischer Art: Ich mag Al Gore! Und das obwohl damals noch ganz filmlos. Im Oktober wurde dann informiert: “UMTS-Funk verursacht Brechreiz”.

Ins Jahr 2004 startet Leben… oder so leicht verschnupft, denn “das Tragische an der versammelten Mikroelektronik ist, dass sie sich fast immer genau der einen Sache verweigert für die wir sie angeschafft haben: dem Funktionieren.” Im Mai dann der erste von vielen guten Vorsätzen öfter zu schreiben und ein kleines Redesign, das inzwischen auch längst wieder Geschichte ist. Auch aus dem Jahre 2004 stammt die elektronische Neupublikation einer kleinen Glosse und die Entscheidung, von nun an der Copy & Paste Kultur Zuträger zu sein.

Seit 2005 findet sich Leben… oder so domaintechnisch unter lebenoderso.de und führt das 70er-Jahre zelebrierende orange-blau Design ein. Auch die Techno-Nostalgie jene Jahre betreffend wurde verarbeitet. Mitte Dezember des Jahres steckte der Autor fest im Magisterarbeitsschreibstress, und fand kaum Zeit darüber zu schreiben. Zeit bliebt aber für den Lego-Adventskalender. Musste sein.

Und weil nach 2004 und 2005 auch 2006 die Technik mal wieder nicht so will wie sie sollte wird auch dagegen angeschrieben. Auch die, über 200 Jahre nach den Herren Méchain und Legendre immer noch unzufriedenstellende Lage an der Messfront war Thema jener Tage. Auch berichtete ich, die Nerven blank liegend, über das seltsame Verhalten meiner Schreibsoftware kurz vor den letzten Prüfungen meiner Magisterlaufbahn.

Leben… oder so ist das geblieben was es von Anfang an war: Ein kleines Fenster in die seltsame Welt des Herrn K. Und es nimmt seinen Titel ernst. Aber das ist auch leicht, denn letztlich dreht sich alles auf der Welt irgendwie ums Leben. Oder so.

Besonders, das muss man festhalten, auch nach dem 11. September.

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