Synergieeffekte

Nachdem diese Geschichte leider immer noch kein gutes Ende genommen hat, schrieb ich soeben folgenden Brief:

Akute Verwunderung über das was der Acer-Reparaturservice so tut

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 27. April 2005 erwarb ich einen AL-1731M LCD-Monitor ihrer Firma beim Online-Versender Amazon.de

Als ich diesen dann einige Tage später auf dem Schreibtisch aufgebaut und angeschlossen hatte, wunderte ich mich sofort über ein leichtes Surren, das von dem Gerät ausging. So wie ein Transformator surrt.

Nach einigen Stunden Arbeit am Gerät waren zwei Dinge passiert; ich hatte zum einen herausgefunden, dass es immer dann schlimmer wurde wenn bestimmte Bildschirminhalte angezeigt wurden, und zum anderen festgestellt, dass es auf Dauer unerträglich war.

Nachdem ich den Monitor nicht nur wegen seiner inneren Werte und seines matt-silber glänzenden Exterieurs erworben hatte, sondern auch aufgrund des von Ihnen angebotenen Reparaturservices, wusste ich was zu tun war, und bald wurde der Bildschirm abgeholt.

Er kam die Woche darauf repariert zurück. Zumindest war ich in dem Glauben, denn als ich ihn erneut mit Strom und Bild versorgte, war aus dem Surren ein noch viel deutlicheres Brummen geworden, dass zudem nicht nur manchmal, sondern ständig auftrat.

Das begründete den zweiten Reparaturversuch. Wieder einige Tage später hielt ich dann ein Austauschgerät gleichen Typs in Händen. Zumindest solange, bis ich es wieder auf dem Tisch aufbauen, anschließen und…

Surr!

Ähnlich wie das ursprüngliche Surren des ersten LCDs, vielleicht etwas deutlicher. Inzwischen hatte ich die Telefonnummer sowohl Ihres Kundenservice als auch des UPS-Abholservice in sämtlichen Telefonen, mit denen ich Kontakt hatte gespeichert.

Diesmal handelte es sich nicht um Tage, sondern um Wochen. Und noch mehr Wochen. Nach sicher sechs Wochen wurde ich noch ungeduldiger, als ein Mensch, der im April einen Acer-Monitor gekauft hat und ihn im Juli immer noch nicht benutzen kann.

Ein klärendes Telefongespräch mit einer freundlich-kompetent-bestürzten Dame bestärkte mich in dem Glauben, dass etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Offenbar war mein Anliegen, doch endlich mit dem Monitor arbeiten zu können, massiv untergegangen. Nach wohl einer weiteren Woche kam dann endlich die Rettung: ein neues Display. Anscheinend war mein Modelltyp nicht mehr verfügbar, und man tat das Naheliegende und zählte von AL-1731 auf AL-1732 hoch.

Der Neue war zwar nicht mehr silbrig-matt (recht schade, das) sondern klavierlack-schwarz, aber er stellte schönfarbene Bilder dar und surrte nicht. Na ja, nur ein ganz kleines Bisschen. Aber nach drei Monaten Hin-und-Her sollte das mal nicht ins Gewicht fallen.

So könnte die Geschichte enden, aber leider, leider tut sie das nicht.

Ende Januar diesen Jahres fing der Monitor an, sporadisch auszusetzen. Besser gesagt, das Hintergrundlicht. Man sah wenn man genau hinschaute immer noch Schatten von dem was da hätte sein sollen. Aber eben nicht das, was da hätte sein sollen.

Einen fatalistischen Seufzer ausstoßend griff ich wieder zum Telefon, informierte den Kundendienst und den UPS-Paketboten (wäre es immer der gleiche gewesen würden wir uns wohl schon duzen).

Am 3.2. kam das gute Stück (Sie merken, mir gehen schon die Synonyme für „Monitor“ aus) beim Acer-Reparaturservice an, wo es scheinbar erst einmal ordentlich rumstand.

Ende letzter Woche muss sich dann jemand gedacht haben, dass mein AL-1732 irgendwie im Weg steht, denn die Person verpackte ihn äußerst lieblos in den Karton, in dem er gekommen war. Nicht einmal Paketband wurde benutzt, dabei hatte mich doch mein ständig wechselnder Freund von UPS bei unserer letzten Begegnung noch darauf aufmerksam gemacht, dass er das Gerät nicht mitnehmen könne, weil ich zu wenig Klebeband auf die Pappe geklebt hatte, und mich dazu veranlasst den Karton vor seinen Augen weiter abzudichten! Sollte das nur für mich gelten?

Mehr als den Monitor lieblos in den Karton gepackt haben kann die Acer-Reparatur jedenfalls nicht gemacht haben, denn was soll ich sagen:

Ich baute den Monitor auf dem Tisch auf, schloss ihn an, und einige Minuten später… wurde er wieder schwarz. Nicht „der Bildschirmschoner ist gerade angesprungen, Dummkopf!“-schwarz sondern „das Hintergrundlicht ist schon wieder weg“-schwarz.

Ich stieß erneut meinen fatalistischen Seufzer aus, packte den Monitor wieder ein (ich habe nicht mitgezählt zum wievielten Mal jetzt), setzte mich hin und fing an zu schreiben: „ Sehr geehrte Damen und Herren, am 27. April 2005 erwarb ich einen AL-1731M LCD-Monitor ihrer Firma beim Online-Versender Amazon.de…“

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Kathke

P.S.: Wenn Sie es schaffen würden mir innerhalb der nächsten Woche ohne die ermüdende Prozedur des Callcenter-Anrufs und anschließenden Wartens auf UPS – immerhin kann ich auch nicht jede Woche einen Tag nur auf den Paketdienst wartend deswegen zu Hause verbringen – einen neuen, funktionierenden, problemfreien Monitor vor die Türe zu stellen, wäre das sehr äußerst angemessen von Ihnen.

Dann würde ich auch davon absehen, mir vorzuschreiben niemals mehr ein Acer-Produkt zu erwerben; die Nerven, Sie verstehen.

P.P.S.: Gern auch wieder in schickem matt-silber.

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