In der Zone

Bayerische Staatsbibliothek, Lesesaal. Acht bis acht mit Möglichkeit bis zwölf Uhr nachts weiterzumachen. Bewaffnung: Bücher, Exzerpte, Laptop. Früh da sein, sonst haben andere jeden der scheinbar so reichlich vorhandenen Arbeitsplätze besetzt.

Die Tischlampe scheint nur für mich, die Musik im Kopfhörer gibt den Rytmus zum Tippen vor, drängt Buchstabe um Buchstabe vorwärts. Seit Dienstag, und die 10-Seiten Marke liegt hinter mir. Manchmal schaue ich darauf zurück, auf die ursprüngliche Angst vor der leeren Seite.

Langsam, sehr langsam legt sich der Abgabedruck auf mich. Heimlich den Stress genießend drehe ich die Lautstärke zwei, drei Striche höher. Die Finger fliegen. Auf zum Nachtflug.

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