Kausalkette

Hätte ich meinen Rat von vor ein paar Tagen konsequent selbst befolgt, so wäre mir wohl auch diese Nachricht nicht verborgen geblieben:

Was war geschehen? Jim Minetola wurde als Stalker verurteilt und als Grund gibt er an, in Deutschland wäre das so üblich.

Auch wenn der Herr vom Exit hier anscheinend mehr weiß als NBC & Co (nach deren Berichterstattung aus dem Sommer der Fall gerade erst verhandelt wird): Oh boy. Der da Angeklagte ist mir kein Unbekannter. Verfolgt man die Kausalkette (aha, endlich Aufklärung) ein paar Jahre zurück, dann hat eine minderschwere Obsession Minetolas mit einer anderen mir bekannten Dame letztlich dazu geführt, dass ich einige mir sehr liebe Menschen kennenlernen durfte.

Das bringt mich nun in eine prekäre Lage. Hätte man damals schon erahnen können, dass Herr M. einmal Amok läuft? (Äh… irgendwie wohl ja.) Hätte man etwas tun können? Hat man (habe ich?) genug getan? Das nagt dann doch etwas am Gewissen.

Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen: Nein, sowas ist auch in Deutschland nicht normal. Man hat bloß keinen so konzisen Begriff wie “Stalking” dafür erfunden. Der Auslandsaufenthalt als Ausredenbesorger bei begangenen Straftaten im eigenen Land greift hier nicht!

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