1880

Nein, ich habe mich weder um 1 (Parfum) noch 68 (Tschaikowsky) Jahre vertan.

1880 ist das Jahr, in dem ein kleines Büchlein herausgegeben wurde (obwohl, wie man aus der Werbung für andere Bücher des Verlags im Anhang schließen kann, mein Exemplar wohl von 1888 stammt), dass ich mehr oder weniger zufällig für ganze 2 Euro beim Doublettenverkauf des Amerika-Instituts meiner Alma Mater erwerben konnte.

Es handelt sich um die Tauchnitz-Ausgabe von Mark Twains “A Tramp Abroad”, und ja, ich habe schonmal die letzte Seite überflogen. Die Lektüre dieser glücklichen Zufallsbekanntschaft werde ich mir aber wohl für den nächsten langen Flug über den Teich aufheben. Irgendwie scheint es passend, Twain bei der Reise in sein Heimatland endlich mal näher zu kommen.

Am Bekanntesten dürfte hierzulande wohl der Appendix D des Buchs sein, in dem Clemens/Twain mit “The Awful German Language” abrechnet. Persönlich finde ich faszinierend, dass man so ein Stück Universitätsgeschichte für nur wenig mehr in Euro bekommen kann als es seinerzeit in Reichsmark gekostet hat (1 Mark 60 Pfennig). Dabei könnten doch – rein theoretisch zumindest – diverse Persönlichkeiten das Büchlein in der Hand gehabt oder gar gelesen haben…

A propos: Man hätte mich als Studenten der altehrwürdigen LMU doch mal informieren können, dass so verschiedene Leute wie Ian Fleming, Thomas Gottschalk oder der Papst einst hier studiert haben.

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