Vom geplanten Stromausfall

Wow, jetzt ist es also passiert. Gestern im Vorbeigehen an der Haustür den Zettel gelesen: Wegen Wartungsarbeiten wird am 9.11. zwischen 11 und 12 Uhr der Strom abgestellt. Einfach so.

Ich wollte’s mir noch aufschreiben, vielleicht den Wecker stellen um vorbereitet zu sein. Wollte ich. In der Wirklichkeit hab ich das aber verpennt, und so tat es dann um 11 auch einen Klack und der Computerschirm war schwarz, die Musik weg.

Denk einer mal an. Da kommt die Menschheit Jahrzehntausende ohne Elektrizität aus, und heute weiß man gar nicht mehr was tun, wenn man mal kurz auf dem Trockenen sitzt. Zum Glück hatte ich mich schon geduscht (kein Licht im Badezimmer), schon die Nachrichten gelesen (kein Strom fürs Internet), Tee gekocht und zum Warmhalten aufs überteuerte Bodum-Stövchen gestellt (der Wasserkocher mag auch Volt), das Handy aufgeladen und den Toast getoastet.

Allein mein treuer kleiner Laptop zeigt sich unbeeindruckt. Zumindest die nächsten 3 1/2 Stunden noch. Aber bis dahin ist sicher wieder 21. Jahrhundert in München.

32 Minuten hat der Spuk jetzt gedauert. Schade, irgendwie. Ich hätte das Experiment gern noch ein bisschen fortgesetzt. Ob ich heute abend einfach mal bei Kerzenlicht lesen soll?

%d bloggers like this: