Little Dongly Things

Es ist nie falsch, wieder und wieder darauf hinzuweisen: Die Bömmeldinger nehmen überhand. Das überaus ausdrucksstarke Bild unten (courtesy trndblog) verdeutlicht das Dilemma.

Immer mehr Geräte und Gerätchen die immer mehr verschiedenste Netzadapter brauchen, um einsatzfähig zu sein. So ein Schwachsinn. Wegerfunden gehört das!

Den Anfang macht eine kleine, feine Sache: USB-Ladekabel für Handies. So hat das Equipment für meinen neuen tollen binganzstolzdrauf MDA trotz Übergröße des Telefons ganz einfach in der Tasche Platz. Denn den sonst nötigen Ladedonglydingsda ersetzt ein kleines Käbelchen, das man in jeden Computer (bei der Arbeit etwa sehr praktisch) stopfen kann. Beim iPod geht’s genauso, sogar minus Kabel.

Allein, die größeren Stromfresser zu Hause nerven dann doch gewaltig. Was da kilometerweise Kabel und tonnenschwer Gebömmeldings hinter meiner TV/Stereoanlage rumfährt geht einfach mal gar nicht mehr. Nicht im 21. Jahrhundert.

Zumal die Lösung gar nicht so schwer zu ertüfteln wäre, wenn man denn ein Tüftler wäre. Anscheinend hofft da eine ganze Industrie auf die Erfindung des drahtlosen Stroms. Viel Spaß beim Warten.

Ich stelle mir die mit heutigen Mitteln gleich einsatzfähige Lösung etwa so vor:

1.) Unterwegs

Schauen wir uns den iPod-Steckeradapter neuester Generation an. Hinten (da wo die Steckdose sitzt) ein Steckplatz für die verschiedenen Stecker verschiedener Länder. Einmal Weltreiseadapterset gekauft und nie wieder Probleme, denn das Gerät läuft mit 100V (Japan) – 240V (Daheim). Vorne, auf der Geräteseite ein einfacher USB-Steckplatz, in den nicht nur iPod-ladekabel sondern auch Ladekabel für alle möglichen anderen Gerätschaften passen.

Problem: Man muss schon beim Kauf darauf schauen, dass sich das elektronische Helferlein per USB laden lässt.

Wenn das gegeben ist, dann muss man nur noch die Wahl zwischen USB und Mini-USB Steckern treffen. OK, zwei Kabel mitnehmen geht grade noch.

Noch besser wär allerdings ein Laptop-Netzteil mit dieser USB-Option. Das könnte man dann den Laptop zwischenschalten und müsste nicht noch zusätzlich zum universalen Steckerlader noch ein extra Laptopnetzteil mitschleifen.

2.) Zu Hause

Hier sieht’s schlimmer aus. Hand hoch, wer ist schonmal aus dem IKEA, Conrad, Saturn, Media- oder Baumarkt gekommen und hatte eine Mehrfachsteckdose in der Hand, weil die diversen in der Neubauwohnung strategisch günstig in jedem Zimmer verteilten Steckdosen nicht mehr ausgereicht haben?

Eben. Doppeldito im Altbau. In meinem 60er Jahre Condo waren ursprünglich bloß vier Stecker eingeplant. Fernseher, Radio und zwei Lampen nehme ich an. Ich besitze nun aber, Lampen inklusive, etwa zwei Dutzend Elektrizitätskonsumenten. Küche und Bad noch gar nicht eingerechnet.

Dazu kommt ein Kabelgewirr sondergleichen: Telefon, Videoverbindung von der Satschüssel zum Sat-Receiver, vom Sat-Receiver zum Video-Recorder, zum Fernseher. Selbiges vom DVD-Player und PC zum Fernseher. Audio vom CD-Spieler zur Stereoanlage. Vom Tape- und MiniDisc-Deck (ja, sowas hab ich auch noch). Vom Video-Recorder für den guten Ton beim Film. Und so weiter ad inf. Alles so schön unzugänglich, dass es nicht unter einer halben Stunde dauert, wenn sich mal ein Kabel löst. Was oft passiert, denn jedes Kabel hängt ja an fünf anderen.

Dabei ist die Lösung so simpel: Lego.

Ja, das Lego-Prinzip kann uns da leicht weiter helfen. Zuersteinmal sollte man jegliches Gerät einer bestimmten Größe auf ein anderes der gleichen Größe einfach aufstecken können. Strom und Ton und Was-Auch-Immer gleich dabei. Ein paar, für jedes Gerät passende Verlänngerungskabel reichen dann noch dahin, wo man nicht stecken kann.

In der zweiten Ausbaustufe kommt einfach ein Band mit lauter mikroskopisch kleinen Anschlüssen in halber Höhe in jedes Zimmer. Diese Mini-Stecker sind zu klein, als dass man mit dem Finger drin rumfummeln und sich dabei elektrokutieren kann, aber jeder der neuen Lego-Normstecker kann sich überall aus diesem Stromband versorgen. Das verkürzt die notwendige Kabelei erheblich. Man stelle sich einen “Kabelkanal 2.0” vor.

Und das wäre das Ende der Bimmelbammelbömmeldonglies. Eine schöne Vision.

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