Feuchtfunk

Hassliebe ist das treffendste Wort. Hassliebe auf? Nun, es ist nicht die Stadt/das Land/die Welt, in und auf der ich lebe, wie bei anderen so oft.

Es ist die Technik.

Eigentlich mag ich Technik ja. Bin hellauf begeistert, wenn ich wieder mal ein kleines, überteuertes Prodüktchen an Land gezogen habe. Sei das, wie neulich, ein Airtunes (weil ich Kabel hasse) oder das eierlegende Wollmilchmobiltelefon( – weil ich Kabel hasse).

Nur irgendwie hat mich das Universum gleichzeitig mit einer Unfähigkeit gestraft, diese Technik unter Kontrolle zu halten. Wie eben Mobiltelefone.

Letztes Jahr ließ ich mir mein mit Erinnerungsfotos vollgeknipstes Nokia 3650 in Madrid klauen. An meinem Geburtstag.

Das dafür (eBay sei Dank) als Ersatz erworbene 3200er Modell gleichen Herstellers landete bei einer Grillparty im von der Stadt München freundlicherweise bereitgestellten Dixi-Klo. Im Pissoir, also rettbar, wenn auch mit hohem Ekelfaktor. Es tat nach einigen Tagen Trocknen dann auch wieder brav seinen Dienst, hatte von da an aber eine kaputte Kamera und noch wochenlang strengen Minzeduft an sich.

Und dann kam vorgestern. Mein im 80er-Jahre Schick designtes Nokia 6230 (für das ich mich teils aus praktischen, teils aus patriotischen und teils aus Erwägungen in die Richtung “Wenn die Handys bauen können, die ein Dixi-Klo überleben, zeugt das von Qualität” entschied) hat notorisches Kopfgewicht. Es kippt also gern mal in Richtung Oberkante um.

Vorgestern tat es das dummerweise in die halbvolle Maß (geht das grammatikalisch eigentlich?) meines Bruders, der sich nach einem grenzbürokratischen Einschreibeprozess an Deutschlands knapp nach Focus-Punkten bester Uni auf dem Oktoberfest erholen wollte.

Upsi.

Es freut mich, berichten zu können, dass das Kleine sich soweit gut erholt hat. Selbst die Kamera geht noch. Allerdings wird es jetzt dauern, bis die Tasten wieder so leichtgängig wie ursprünglich, und die Wasserflecken im Display ganz getrocknet sind.

Aber kürzlich habe ich ja einen MDA Pro von T-Mobile gewonnen. Mal schauen wann das gute Stück seinen Weg zu mir findet. Dann wird gleich getestet, ob der zu groß ist um in einen Bierkrug fallen zu können. Auf Grillfeste nehm ich ihn gar nicht erst mit.

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