The Quick Brown Fox Jumps Over The Lazy Dog

Was es doch alles zu entdecken gibt! Da hatte ich mich schon fast damit abgefunden, dass es auch im 21. Jahrhundert nicht möglich ist so zu schreiben, dass auch das beim Empfänger ankommt was man in gutem Glauben hier ins Keyboard hackte, und dann stolpere ich über Gentium.

Der Name, lateinischen Ursprungs (“Für die Völker”) sagt es schon: Hier kommt die interkulturelle, besser interglotte Kommunikation in Fahrt. Was mag das also sein, dieses Gentium? Nein, kein neues skypeähnliches Stücklein Software das automatisch mitübersetzt wenn man mit den japanischen Netzfreunden quasselt. Gentium ist eine Schriftart.

Oi, wie profan. Doch halt: nicht irgendeine dahergelaufene Arial-Kopie! Gentium kann praktisch jeden Buchstaben jeder obskuren Sprache korrekt und formschön darstellen, sofern diese das lateinische oder griechische Alphabet benutzt (Kyrillisch womöglich auch? Das nehme ich bloß so selten her…).

Und das beste daran: Für diese Meisterleistung der Inklusivität will keiner Geld haben. Weder die typischerweise mehreren hundert €uro die Adobe oder Linotype für so eine Leistung einsacken und natürlich vollständig diversen schon verstorbenen Schriftdesignern zukommen lassen noch die $ 19,95 die man für Shareware aus dem Internet hinlegt. Prima. Studentenbudget geschont und trotzdem typographisch alles im grünen Bereich. Dummerweise fehlt bis jetzt die fette Variante der Wunderschrift. Vielleicht muss ich bis dahin einfach wieder mehr unterstreichen.

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