Lessing oder warum alles anders wird

Wenn man sich entschließt, ein Blog zu erstellen, einen Namen dafür zu finden, es zu hegen und zu pflegen, Links aus dem weiten Datennetz zu fischen, und darin zu verweeben — im Großen und Ganzen Zeit darin zu investieren, dann steht am Anfang eine Frage:

Wozu das Ganze überhaupt? Was soll da drin stehen? Worüber schreibe ich und wie?

Gut, ich dachte ich hätte diese Frage ursprünglich geklärt. Kommentare sollten es sein, Ideen, Satiren vielleicht, seltsame Dinge die zum Nachdenken bringen. Nur nichts Persönliches. Es sollte alles irgendwie… distanziert sein. Keine Geschichten von Freunden, Bekannten und nervigen Menschen in der U-Bahn. Das bliebe außen vor.

Dummerweise, so bin ich genötigt einzusehen, sind die meisten Kommentare und seltsamen Geschehnisse verknüpft eben mit Freunden, Bekannten, und — seltener — nervigen Menschen in der U-Bahn.

Was ist also zu tun? Nun gab es zwei offensichtliche Möglichkeiten: aus die Maus, Blog löschen, weg damit, bringt ja eh nix. Oder: Relaunch. Neue Ideen zulassen, kurze Einträge, nur hier und da vielleicht ein Bild oder sonstwas. Konzept verändern.

Letzteres schien irgendwie freundlicher, und außerdem: Ich muss mich ja auslassen über — nervige Menschen in der U-Bahn.

Also: www.torstenkathke.de wird zur Homepage auf der alle wichtigen “offiziellen” Dinge ihren Platz finden. So die Geschichten, Drehbücher, etc.

Die brandneu erworbene Domain www.lebenoderso.de dagegen beherbegt von nun an das “revampte” Blog. Mit allen archivierten Beiträgen und den hoffentlich nun bald zahlreicheren neuen Posts.

Und los geht’s! 5…4…3…2…1…

P.S.: Oh, wegen Lessing: Der hat auch seine Hamburgische Dramaturgie vergleichbar umgestaltet, weg von der Kritik an Stücken und Spielern hin zu theoretischen Überlegungen. Außerdem heißt sonst niemand Gotthold Ephraim!

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