Gay Vague

Die New York Times, journalistisches Leuchtlicht (ja, das ist ein Wort, wenn auch normalerweise nicht in diesem Zusammenhang) und wohl einzige Zeitung Amerikas ohne Comics, hat wieder mal zufällig-absichtlicht einen Trend identifiziert bzw. geprägt bzw. erfunden: Gay Vague.

Heißen soll es, dass es immer schwieriger wird das Gaydar einzuschalten und die Ergebnisse abzuwarten. Vage wird das Ganze, undurchsichtig, und trotz der netten Tabelle unzuverlässig. Peinliche Situationen en masse kann man da imaginieren!

Oder eben nicht: Wenn weder die eine noch die andere Seite des Flusses, um eine ausgelutsche Metapher schamlos dennoch anzuwenden, einen Grund sieht sich zu distanzieren, dann klingt das verdächtig nach gesellschaftlichem Fortschritt.

19Gay2.L

Ich bin Torsten Kathke, Ihr rasender Reporter an der Verwirrungsfront. Nicht schwul, aber vielleicht eben… gay vague (Danke, Mr. Colman für die nonchalante Einführung des Nachfolgers von “metrosexuell”). Auf jeden Fall, bis der aufmerksame Beobachter meine abgekauten Nägel bemerkt.

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