Nerderei

Es wird nicht oft passieren, dass ich mich wirklich mal vor die Tastatur klemme und den gemeinen Computer lobe. Normalerweise eher das Gegenteil. Computer sind zwar die Lösung des Problems, aber manchmal kann man sich des Gedankens nicht erwehren, dass sie auch sein Anfang sind.

Bevors Computer gab haben die Menschen sicher ruhiger geschlafen. Also, zumindest solche die in einigermaßen geregelten Verhältnissen vor sich hin existieren konnten.

Das was ich am Computer loben will ist ein kleines, noch wenig bekanntes Stückchen Software namens Sunbird. Aus dem Hause Mozilla kommend, ist es ein unscheinbares Progrämmchen, das einem das Leben plötzlich ungemein vereinfacht: ein Kalender.

Hoppala, ein Kalender? Da gibst doch tausende, und die besten davon in Leder gebunden. Richtig, und misstrauisch wie ich in Computerdingen inzwischen bin (den absoluten Geek-Test, ob ich öfter meinen PC neu aufgesetzt habe oder dem weiblichen Geschlecht freizügig näher gekommen bin — ja, so umständlich drückt sich ein echter Nerd bei derart prekären Themen aus — hätte ich aber bis vor einigen Jahren mühelos bestanden) bleibt das abgewetzte Filofax firm in der Schultertasche verstaut.

Nicht zu bestreiten ist aber die Einfachheit der Planung für einen Verplanten wie mich: Termin eintragen, OK klicken, fertig. In Verbindung mit iCalX.com synchronisiert der Zeitplaner sich dann automatisch (passwortgeschützt für persönlichere Daten) ins Internet.

Vom Heim-PC wie vom Laptop, Systemübergreifend über Windows/Linux/Mac, was grade so verfügbar ist. Und wenn Sunbird nicht installiert werden kann, dann bietet iCalX zumindest eine in jedem Browser betrachtbare HTML-Ansicht, um kurz mal zu schauen wann man denn jetzt wo genau sein muss.

Schön. Schade nur, dass der Kalender einem nicht auch noch abnimmt, zu all den Terminen dann auch wirklich zu erscheinen.

Aber immerhin ist das erst Version 0.2. Wer weiß…

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