Schafe

Immer weniger Schafskäseproduzenten in Italien! Schreck lass nach! Bald wird es teuer, die Vierkäse-Pizza kommen zu lassen, und Salat mit eingesprenkeltem Fake-Feta ist wohl in absehbarer Zeit unbezahlbar.

Diesen Schock überwunden: es gibt trotzdem noch genug Herden, nicht nur in Rom und Venedig, sondern auch im nördlichsten Vorposten des Rinderlands.

Bewundernswert beharrlich ist das schon von den Bayern, dass sie da von Landtag zu Landtag den Einparteienstaat wirklicher werden lassen. Fast chinesisch mutet es an, immerhin hat die bayrische Tradition den Nachnamen voran zu stellen (“der Stoiber-Edmund”) ja schon ihre Entsprechung in Mandarin.

Die Bundespolitik und zehn Prozent Plus oder Minus bei der desolaten Opposition mal außer Acht gelassen, wie macht man das eigentlich? Welche historischen Umstände führten erst dazu, dass sich eine Partei, quasi die Partei zur freistaatlichen Allmacht emporschwingen konnte?

Viel von Politik verstehen muss man nicht einmal, um haarscharf zu erkennen, dass in .by wie selbstverständlich auch jene CSU wählen, die sonstwo auf liberalen oder sozialdemokratischen Listen panaschieren. Ist das immer noch Rache gegen eine norddeutsche Linksaußen-SPD, die hier einfach nicht hergehört? Schließlich wollte man sich doch nach dem zweiten Weltkrieg mit Österreich zusammentun, und nicht mit Berlin oder Rheinland-Pfalz.

Möglicherweise trifft aber am Ehesten ein leicht schizophrenes Selbstverständnis des Bayern an sich den Kern der Sache. So zumindest Grünen-Wähler und trotzdem Vorzeige- (Achtung!) -Bajuware

Ottfried Fischer
– ja, das ist der mit dem eigenen Oktoberfest auf ihrem Zett… De-Eff.

Glaubt man Gerhard Polt, dann kann die Erklärung alpenvor/ländischen Demokratieverständnisses so einfach sein: “Mia braucha koa Opposition, mia san scho Demogradn!”

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